„Das hab ich auf Twitter gelesen, also muss es wahr sein!“ – Informationskompetenz im Alltag.

Laut Definition ist Informationskompetenz „die Fähigkeit, die es ermöglicht bezogen auf ein bestimmtes Problem, Informationsbedarf zu erkennen, Informationen zu ermitteln und zu beschaffen sowie Informationen zu organisieren zu bewerten und effektiv zu nutzen“ Obwohl es hier nicht enthalten ist, wird im Allgemeinen nur im Hochschulbereich auf Informationskompetenz geachtet. Das ist auch schön und gut, jedoch finde ich, dass diese Fähigkeit auch im Alltag notwendig ist. Besonders in den Medien und beim Journalismus.

Da wir in einer Zeit leben wo die Informationsflut über einen einbricht, bekommt man nur die ’spannendsten und neuesten‘ Nachrichten serviert. Es wurde nur so lange über die Ukraine berichtet so lange es noch schockierend war, will man sich jedoch weiter darüber auf dem Laufenden halten, muss man schon Informationskompetenz beweisen. Es müssen viele kleine Berichte gelesen werden, und zuerst festgestellt werden wer überhaupt die vertrauenswürdigen Quellen sind oder wo eine anderes Motiv dahinter liegen könnte.

Am besten würde sich dafür Framework der American Library Association (ALA) eignen.

Schon im ersten Frame wird ein wichtige Komponente angesprochen: die Definition von verschiedenen Autoritäten. Das wären in diesem Fall die verschiedenen Medienkanäle. Zeitung? Ejournal? Blog? Twitter? Oder Social Media?

Danach müssten diese verschieden eingestuft werden: vertrauenswürdig, ja? Oder nein? Handelt es sich um eine Zeitung die schon dafür bekannt ist nicht sehr auf Fakten zu achten, und zitiert sie dann auch noch eine anonyme Quelle die es nicht gibt? Kann der Twitter-User eine Quelle angeben wenn man danach fragt, oder ist sie sogar schon im Tweet enthalten?

Besonders bei Social Media, muss man noch kritischer gegenüber dem sein was man ließt. Jedoch hört das nicht nur beim Lesen auf.

Man bleibt vielleicht nicht für ewig nur der Consumer, sondern wird auch zum Producer. Um als vertrauenswürdig zu gelten, sollte man immer die Quelle bereit haben, oder falls es sich in 140 Zeichen noch ausgeht gleich die Quelle mit angeben.

Deshalb finde ich, dass Framework ein ideales Modell dafür wäre. Es ist nicht nur flexible, sondern auch ’nur‘ ein Rahmenmodell und kann somit auch auf den Alltag bezogen werden.