Informationskompetenz: Workshop @ ÖNB

Der Workshop zum Thema Informationskompetenz kam gerade zur rechten Zeit, denn wir haben alle etwas Auflockerung im manchmal etwas eintönigen Lehrgangsablauf gebraucht. Da war sowohl das Thema, als auch die Art und Weise wie daran herangegangen wurde eine willkommene Abwechslung für uns Kursteilnehmer auf der ÖNB. Natürlich kann ich hier nur von meiner subjektiven Beurteilung des Workshops ausgehen, aber ich denke meine Gedanken werden/wurden auch von anderen Teilnehmern geteilt.

Der Begriff Informationskompetenz bezeichnet grob ausgedrückt für mich, die Fähigkeit eines Einzelnen mit den ihm zur Verfügung stehenden Informationen umzugehen. Mit den Informationen umgehen können, beinhaltet eine Reihe von Schritten im Umgang mit dem erhaltenen Wissen. Zu diesen Stufen des Umgangs mit Informationen gehört Orientieren, Suchen, Finden, Analysieren, Bewerten, Auswählen, Verwenden und am Ende mit den Ergebnissen zu arbeiten. In der heutigen, modernen Informationsgesellschaft ist es unabdingbar sich diese Fähigkeiten anzueignen um mit der schnelllebigen Welt Schritt halten zu können. Viele sprechen schon davon, dass Informationskompetenz eine der Schlüsselqualifikationen ist. Man darf aber nicht denken, dass es sich um eine statische Qualifikation handelt, denn da sich die technologische und kulturelle Entwicklung ständig weiter bewegt, ist auch Informationskompetenz eine dynamische Qualifikation.

Kernpunkt des Workshops waren drei, für mich völlig neue, Modelle zum Thema Lernen, Didaktik, Informationskompetenz,… Life Long Learning (LLL) war wohl der Hintergedanke des gesamten Workshops, wenn ich das richtig verstanden habe 😉    Die drei Modelle, die wir zusammen durchgearbeitet haben waren „ANCIL: A New Curriculum for Information Literacy „, “ Metaliteracy “ und “ Framework for Information Literacy for Higher Education “ .

Für mich sind alle frei Modelle sehr interessant gewesen, und ich die Botschaft die ich daraus mitgenommen habe ist: Man muss selbst bereit sein das Wissen das man haben möchte zu erlernen! Das bedeutet aber lebenslanges Lernen und ständige Weiterbildung in allen Bereichen des Wissens. Ich denke es wird immer schwieriger ohne Modelle, oder zumindest einen Plan zu haben richtig zu lernen. Denn die Informationen, die wir Tag für Tag erhalten (sei es bewusst oder unbewusst) haben eine solchen Wissensmenge, dass es fast unmöglich ist diese schnell und einfach zu verarbeiten. Es gilt immer daran zu denken, nur das für sich und die momentane Aufgabe wichtigste aufzunehmen, zu verarbeiten und weiter zu bearbeiten. Denn ansonsten verliert man schnell den Überblick und kennt sich vorne und hinten nicht mehr aus worum es eigentlich ging (z.B: bei einer Recherche für eine wissenschaftliche Arbeit).

Die angesprochenen Modelle helfen dabei, sich bei der Informationssuche nicht zu lange an einem Ort aufzuhalten und den Faden nicht zu verlieren. Welches Modell (es gibt natürlich unzählige Modelle zur Informationskompetenz) man nun für sich nutzt, oder ob man sich aus mehreren Modellen ein eigenes zusammenbaut, bleibt jedem selbst überlassen! Die Hauptsache ist, man verarbeitet die Informationen zweckgerecht und kommt zu einem für sich zufriedenstellenden Ergebnis.

Non scholae, sed vitae discimus!   – und das ein Leben lang

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